{"id":32,"date":"2014-07-11T08:36:03","date_gmt":"2014-07-11T08:36:03","guid":{"rendered":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/?page_id=32"},"modified":"2014-07-11T12:14:23","modified_gmt":"2014-07-11T10:14:23","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/?page_id=32","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Die Geschichte des Sch\u00fctzenverein Hegensdorf e.V. ist erst durch j\u00fcngste Urkundenentdeckung und einen Hinweis in der Hegensdorfer Gemeindechronik gekl\u00e4rt. In der Notiz von 1818 hei\u00dft es: &#8222;Die hier seit undenklichen Zeiten bestehende Sch\u00fctzengesellschaft z\u00e4hlt jetzt etwa 40 Mann und hat eine Fahne und Trommel.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Als ziemlich sicher erscheint, dass die Gesellschaft schon 1729 bestand. Als wahrscheinlich gilt, dass es auch in Hegensdorf, wie in fr\u00fcheren Jahrhunderten in vielen Orten \u00fcblich, eine Notgemeinschaft zur Verteidigung von Hab und Gut gab. Aus diesen &#8222;Heimatsch\u00fctzern&#8220; gingen die Sch\u00fctzengesellschaften hervor. Ihr Zusammenschluss erfolgte h\u00e4ufig w\u00e4hrend des 30-j\u00e4hrigen Krieges oder auch als im siebenj\u00e4hrigen Krieg, S\u00f6ldnertruppen pl\u00fcndernd und brandschatzend durch die Lande zogen. In den Statuten von 1852 kommt deutlich zum Ausdruck: &#8222;Der Sch\u00fctzenverein bezweckt einen wohlwollenden Gemeinsinn, Belebung des B\u00fcrgersinnes, Ehre und honnettes Betragen unter den B\u00fcrgern und B\u00fcrgers\u00f6hnen der Gemeinde Hegensdorf zu bef\u00f6rdern, sowie ihre dankbare Anerkennung an seine Majest\u00e4t dem K\u00f6nig, dem vielgeliebten Landesvater an den Tag zu legen, zugleich aber th\u00e4tige H\u00fclfeleistungen bei Feuerbr\u00fcnsten und sonstigen gemeinsamen Gefahren&#8220;.<\/p>\n<p>Die damalige Festordnung unterscheidet sich von unserer heutigen in einigen Punkten. Weiter ist genau festgelegt, wer am Fest teilnehmen darf sowie das Verbot des Schie\u00dfens w\u00e4hrend des Marsches. Im Jahre 1907 erfolgt eine \u00c4nderung. Nun wird das Vogelschie\u00dfen nicht mehr am ersten, sondern am zweiten Festtag durchgef\u00fchrt. Auch werden 1907 schon Hofdamen erw\u00e4hnt, bis sie aber zum ersten Mal auch am Hofe des K\u00f6nigs erscheinen, vergehen noch 20 Jahre. 1927 erobern sich die Frauen ihren Platz in der M\u00e4nnergesellschaft. Zwei Jahre zuvor hat sich bei den Offizieren der Zylinder als Kopfbedeckung durchgesetzt.<\/p>\n<p>Bis zum Jahre 1924 fand das Sch\u00fctzenfest im Aftetal an der rechten Wegseite zum Hohenroden in den Wiesen statt. Man feierte dort im Zelt. Die Vogelstange stand jedoch damals schon in der N\u00e4he der sp\u00e4teren Sch\u00fctzenhalle. Das alte Sch\u00fctzenzelt stand nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Man musste f\u00fcr hohe Leihgeb\u00fchr ein Zelt leihen. Aber bald darauf entschloss sich die Gemeinde, eine Halle zu bauen, welche der Sch\u00fctzenverein allj\u00e4hrlich benutzen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/alte-halle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-60 size-medium\" src=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/alte-halle-300x207.jpg\" alt=\"alte halle\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/alte-halle-300x207.jpg 300w, http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/alte-halle.jpg 321w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aus der Chronik um 1925 ist folgendes zu entnehmen: Eine schon seit Jahren viel besprochene Angelegenheit hat in diesem Jahre ihre befriedigende Erledigung gefunden. Die Gemeinde hat n\u00e4mlich zur Abhaltung von Festlichkeiten der Vereine, und f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Versammlungen sowie Jugend\u00fcbungen, eine massive Jugend- und Volkshalle erbaut, an der Kreisstra\u00dfe, an dem sogenannten Bleichplatz, welcher auch immer als Sch\u00fctzenfestplatz benutzt wurde. Die Anfuhr der Baumaterialien wurde von hiesigen Landwirten besorgt, die Bauarbeiten sind von den Handwerkern und Arbeitern hiesiger Gemeinde ausgef\u00fchrt. Das Bauholz ist aus dem Gemeindewalde Leibergerberg angeliefert worden. Diese Halle hatte eine freitragende Dachkonstruktion, welche es in dieser Zeit in n\u00e4herer Umgebung noch nicht gab. Besonders durch den Einsatz der jungen Sch\u00fctzenbr\u00fcder bei den Instandsetzungsarbeiten der Halle konnte nach neunj\u00e4hriger Unterbrechung im Jahre 1948 erstmals wieder ein echtes Volksfest gefeiert werden.<\/p>\n<p>Deutlichster Markenstein in der neueren Geschichte ist der Bau der neuen Gemeindehalle im Jahr 1974. Die Gemeinde baute mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung aller B\u00fcrger und des Heimatbund eine neues Sch\u00fctzenhaus. Der &#8222;wohlwollende Gemeinsinn&#8220; aus den Statuten von 1852 best\u00e4tigt sich auch heute noch. Bereits im Jahre 1975 wurde die Stadt B\u00fcren im Zuge der kommunalen Neuordnung Eigent\u00fcmerin der Gemeindehalle. Im Jahre 1979 (07. &#8211; 09 Juli) feierte das Dorf (904 Einwohner) im Seitental der Afte sein 1000-j\u00e4hriges Bestehen sowie der Heimatbund sein 250-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Vor der imponierenden Kulisse von insgesamt zw\u00f6lf Sch\u00fctzen- und Kriegervereinen und zahlreichen Zuschauern \u00fcberbrachte B\u00fcrgermeister Theo B\u00f6hle die Gl\u00fcckw\u00fcnsche der Stadt B\u00fcren. Weitere Ehreng\u00e4ste waren neben allen Ortsvorstehern des B\u00fcrener Stadtgebietes Kreisdirektor Hermann Kaup, Stadtdirektor Theo Weischer, Standortkommandant Schrivjers sowie Kreissch\u00fctzenoberst Felix Klingenthal. In seiner Festansprache machte B\u00f6hle deutlich, welchen Aufschwung die tausendj\u00e4hrige Gemeinde genommen habe. Auch wenn der Blick zur\u00fcck als &#8222;die gute, alte Zeit&#8220; erschien, so sei der Fortschritt dennoch unverkennbar. Hegensdorf sei noch im Jahre 1800 vom Verkehr abgeschlossen gewesen, das Schulwesen lag v\u00f6llig im argen. An die Sch\u00fctzen unter F\u00fchrung Oberst Konrad F\u00fcser wandte sich der B\u00fcrgermeister mit den Worten: &#8222;Der Gemeinsinn ist heute wichtiger denn je&#8220;. Gerade nach Verlust vieler Selbst\u00e4ndigkeiten sei es die vorrangige Aufgabe der Sch\u00fctzenvereine, die Gemeinschaft zu pflegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/neue-halle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-59 size-full\" src=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/neue-halle.jpg\" alt=\"neue halle\" width=\"672\" height=\"260\" srcset=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/neue-halle.jpg 672w, http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/neue-halle-300x116.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 13. Juli 1981 (Sch\u00fctzenfestsonntag) wurde die Gemeindehalle in Hegensdorf dem Sch\u00fctzenverein offiziell \u00fcbergeben. Die Freude in Hegensdorf war gro\u00df, denn es ging ein jahrelanger Traum in Erf\u00fcllung. B\u00fcrgermeister Lues \u00fcberreichte an Oberst F\u00fcser symbolisch einen dimensionalen Schl\u00fcssel, der auch nach au\u00dfen sichtbar dokumentiert, wer in Zukunft in der Gemeindehalle in Hegensdorf das Sagen hat. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen der Stadt B\u00fcren und dem Heimatbund Hegensdorf wurde ein 30 Jahre g\u00fcltiger Pachtvertrag geschlossen, der die Hegensdorfer in eine nahezu eigentums\u00e4hnliche Position bringt. B\u00fcrgermeister Lues betonte in seiner Gratulationsrede, dass die Handlung als ein Ersatz f\u00fcr die verlorene Selbstverwaltung nach der kommunalen Neugliederung zu verstehen sei. &#8222;Das Vereinsleben soll unb\u00fcrokratisch aktiviert werden&#8220;. Die Hegensdorfer Sch\u00fctzen verpflichten sich auf der einen Seite, alle anfallenden Unterhaltungsma\u00dfnahmen durchzuf\u00fchren, um auf der anderen Seite aber niemanden mehr fragen zu brauche wer &#8222;Herr im Hause ist&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte des Sch\u00fctzenverein Hegensdorf e.V. ist erst durch j\u00fcngste Urkundenentdeckung und einen Hinweis in der Hegensdorfer Gemeindechronik gekl\u00e4rt. In der Notiz von 1818 hei\u00dft es: &#8222;Die hier seit undenklichen Zeiten bestehende Sch\u00fctzengesellschaft z\u00e4hlt jetzt etwa 40 Mann und hat <a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/?page_id=32\"><span class=\"screen-reader-text\">  Chronik<\/span> weiterlesen<span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-32","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/32","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/32\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104,"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/32\/revisions\/104"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/schuetzenverein-hegensdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}